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Pelletkessel

Ein Pelletkessel verbrennt Holzpellets als Brennstoff und zählt daher zu den Heizsystemen, die mithilfe erneuerbarer Energien heizen. Die entstehende Wärme erhitzt sowohl Ihr Brauchwasser als auch das Wasser im Heizkreislauf. Es gibt zwei Arten von Pelletkesseln: den automatischen Pelletkessel, der durch ein Fördersystem mit dem Pellet Lager verbunden ist und die Pellet Anlage vollautomatisch mit Brennstoff versorgt, und den halbautomatischen Pelletkessel, der meist dort zum Einsatz kommt, wo nicht genügend Platz für ein Pellet Lager vorhanden ist. Die Kosten für eine Pelletheizung liegen zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Die Klimabilanz von Pelletkesseln ist umstritten. Während sie als CO2-neutral gelten, da sie nur so viel CO2 freisetzen, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat, weisen Kritiker auf die hohe Feinstaubbelastung und andere Schadstoffe hin, die durch die Verbrennung freigesetzt werden.

Brennwertkessel

Ein Brennwertkessel nutzt den Brennwert eines Brennstoffes (wie Gas oder Öl) fast vollständig aus, indem er die Wärme aus den Abgasen nutzt, die bei herkömmlichen Heizungsanlagen ungenutzt durch den Schornstein entweichen. Dadurch erreicht ein Brennwertkessel eine Energieausnutzung von etwa 98 Prozent. Die Kosten für Brennwertheizungen variieren je nach Brennstoff und Leistung deutlich. Eine moderne, energieeffiziente Brennwertheizung kann bis zu 30 Prozent Energiekosten ersparen. Die CO2-Emissionen von Brennwertkesseln hängen stark vom verwendeten Brennstoff ab. Bei Verwendung von Erdgas sind die Emissionen in der Regel niedriger als bei Verwendung von Heizöl.

Ölkessel

Ein herkömmlicher Ölkessel besteht aus mehreren Hauptkomponenten, die zusammenarbeiten, um Wärme zu erzeugen. Der Öltank lagert das Heizöl, das für die Verbrennung benötigt wird. Eine Pumpe transportiert das Öl vom Heizöltank in den Brenner. Hier wird das Öl mit einer oder mehreren feinen Düsen in die Brennkammer gespritzt. Das Öl und flüchtiger Öldampf werden mit einem elektrischen Funken gezündet. Die entstehende Wärme wird vom Wärmetauscher auf das Heizwasser geleitet. Eine Pumpe transportiert das Heizwasser in den Zirkulationskreislauf. Das Ausdehnungsgefäß sorgt für die optimale Leitungsdruckanpassung. Die Abgase werden abgeleitet, bei Brennwerttechnik mit Rückführungszwischenstopp. Ein moderner Ölkessel nutzt die Brennwerttechnik, bei der sogar die Abgase verbrannt werden, wodurch der Rohstoff quasi doppelt genutzt wird. Dadurch werden Wirkungsgrade bis zu 98 Prozent möglich, jeder Liter Öl wird also zum Optimum ausgenutzt. Die Funktion einer Ölheizung kann neben der Raumerwärmung auf die parallel erfolgende Warmwasserbereitung erweitert werden.

Gaskessel

Ein herkömmlicher Gaskessel besteht auch aus mehreren Hauptkomponenten, die zusammenarbeiten, um Wärme zu erzeugen. Mit dem Energiestoff Gas wird ein Brenner betrieben. Die Trägerflüssigkeit, in den meisten Fällen Wasser, wird erhitzt. Eine Pumpe transportiert das Heizwasser in den Zirkulationskreislauf. Das Ausdehnungsgefäß sorgt für die optimale Leitungsdruckanpassung. Die Abgase werden abgeleitet, bei Brennwerttechnik mit Rückführungszwischenstopp. Die Gaskessel lassen sich in insgesamt drei Klassen einteilen: Der Konstant-Temperatur Kessel arbeitet durchgängig mit einer bestimmten Betriebstemperatur, die mindestens bei 70 Grad Celsius liegt. Aus heutiger Sicht ist die Funktionsweise, die außerdem hohe Rücklauftemperaturen mit einschloss, Energieverschwendung. Die Niedrigtemperaturkessel arbeiten auf deutlich niedrigerem Niveau zwischen 35 Grad z. B. im Sommer und 75 Grad Celsius. Dies verringert nicht nur den Brennstoffbedarf deutlich, sondern verhindert außerdem nicht notwendige Kesselstarts. Die Gas-Brennwertkessel sind so effektiv, das sie auch die entstehenden Abgase der Verbrennung mit nutzen und diese sozusagen nicht über den Schornstein verloren gehen. Die so zusätzlich gewonnene Energie beträgt in etwa 10 Prozent, wodurch Wirkungsgrade von 100 Prozent und mehr möglich werden.

Warmwasserspeicher

Ein Warmwasserspeicher fungiert als Wärmespeicher, der das erwärmte Wasser für den späteren Gebrauch bereithält. Das Prinzip beruht auf einem Heizkreislauf, bei dem das kalte Trinkwasser in den Speicher fließt und dort von einem Wärmeerzeuger, wie beispielsweise einer Heizungsanlage, erwärmt wird. Der erwärmte Wasservorrat bleibt im Speicher, bis er bei Bedarf entnommen wird. Damit die Wärme lange gespeichert bleibt, ist ein Warmwasserspeicher in der Regel wärmegedämmt. Dazu werden verschiedene Methoden verwendet und zum Teil auch miteinander kombiniert. Häufig kommen Hartschaum und Vlies für die Verkleidung zum Einsatz. Um die Dämmleistung zu erhöhen, werden Vakuumpaneele zusätzlich mit angebracht. Es gibt verschiedene Arten von Warmwasserspeichern, die je nach Anwendungsbereich und Bedürfnissen ausgewählt werden können. Der Trinkwasserspeicher dient zur Bereitstellung von warmem Wasser für den direkten Verbrauch in Bädern und Küchen. Der Brauchwasserspeicher unterstützt zusätzlich zur Trinkwasseraufbereitung auch die Heizungsanlage. Der Pufferspeicher speichert überschüssige Wärme aus regenerativen Energiequellen und geben sie bei Bedarf an die Heizungsanlage ab. Der direkt beheizte Warmwasserspeicher erhitzt das Wasser direkt im Speicher durch einen direkten Gasanschluss. Der indirekt beheizte Warmwasserspeicher bezieht sein Wärmeenergie durch den Heizkessel selbst, durch die eine Ladepumpe das heiße Wasser durch eine Heizwendel im Speicher zirkulieren lässt und dabei Wärme an das Trinkwasser abgibt.


Elektrodurchlauferhitzer

Ein Elektrodurchlauferhitzer wird in ein geschlossenes Wasserversorgungssystem eingebaut wird, um Wasser im Durchflussprinzip zu erwärmen. Der Durchlauferhitzer erwärmt das Leitungswasser, das mithilfe von Heizdrähten erwärmt und fließt anschließend warm aus dem Hahn. Die Erwärmung erfolgt nur dann, wenn warmes Wasser benötigt wird, was energieeffizient ist. Dieses System ermöglicht eine dezentrale Warmwasserbereitung, da die Geräte in unmittelbarer Nähe der Entnahmestellen montiert werden. Ein Sensor misst die Wassertemperatur und steuert die Heizleistung, wobei das kalte Wasser durch ein Sieb, einen Vorlauftemperaturfühler und ein Flügelrad fließt und sich an den Heizwendeln erwärmt.


Thermische Solaranlage

Eine thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung besteht aus Solarkollektoren. Diese sind in der Regel auf dem Dach montiert und absorbieren die Sonnenenergie, um eine Wärmeträgerflüssigkeit zu erhitzen. Die erhitzte Wärmeträgerflüssigkeit wird durch einen Wärmetauscher geleitet, der die Wärme an das Brauchwasser überträgt. Dies geschieht in der Regel in einem Warmwasserspeicher. Der Warmwasserspeicher speichert das erwärmte Wasser für den späteren Gebrauch. Die Regelung steuert den Betrieb der Anlage, indem sie die Pumpe aktiviert, wenn die Temperatur im Kollektor höher ist als die Temperatur des Wassers im Speicher. Thermische Solaranlagen werden gern zur Unterstützung einer bestehenden Heizungsanlage verwendet und senkt deutlich den Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung.


Elektroheizung

Eine Elektroheizung besteht aus einem elektrischen Widerstandselement, das unter Strom gesetzt wird. Wenn der Strom durch das Widerstandselement fließt, wandelt es die elektrische Energie in Wärmeenergie um und erwärmt dadurch den umgebenden Raum. Die Wärme wird durch Konvektion und Strahlung im Raum verteilt, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Eine Elektroheizung kann durch ein Thermostat gesteuert werden, das den Stromfluss zum Widerstandselement entsprechend der Raumtemperatur regelt. Die meisten modernen Elektroheizungen verfügen über eine programmierbare Steuerung, die es dem Benutzer ermöglicht, die gewünschte Temperatur für verschiedene Zeiten des Tages oder der Woche einzustellen, um Energie und Kosten zu sparen. Elektroheizungen können entweder als wandmontierte Geräte oder als freistehende Geräte wie Konvektoren, Heizlüfter oder Infrarotstrahler verwendet werden. Der große Vorteil von Elektroheizungen liegt beim kompletten Wegfall von Heizungsleitungen durch das gesamte Gebäude. Obwohl sie oft teurer im Betrieb sind als andere Heizungsarten, sind sie in der Anschaffung günstig und erfordern keine Wartung oder speziellen Installationsanforderungen. Speziell die Infrarotstrahler gibt es als dekoratives Wandelement, als Spiegel, als Tafel, oder als Wandbild. Dabei benötigt man lediglich einen (verdeckten) Stromanschluss, der im Besten Fall mit selbst erzeugtem grünen Strom durch eine Photovoltaik-Anlage produziert wird.