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Primärenergiebedarf 
Der Primärenergiebedarf gibt an, wie viel Energie ein Gebäude inklusive aller vorgelagerten Prozesse tatsächlich „verbraucht“. Er berücksichtigt nicht nur die Energie, die im Gebäude ankommt (z. B. in Form von Strom oder Gas), sondern auch Verluste, die bei Gewinnung, Umwandlung und Transport des Energieträgers entstehen. Damit liefert dieser Wert eine fundierte Grundlage zur ökologischen Bewertung eines Gebäudes.

Q_P = Q_E x f_P
Endenergiebedarf
Der Endenergiebedarf beschreibt die Energiemenge, die ein Gebäude benötigt, um alle energetischen Funktionen wie Heizen, Warmwasser und Lüften zu erfüllen. Er berücksichtigt Verluste innerhalb der technischen Systeme, jedoch nicht die vorgelagerten Verluste bei der Energieerzeugung. Die Endenergie ist maßgeblich für die Auslegung der Haustechnik.

Q_E = Q_n x e_g
Heizwärmebedarf
Der Heizwärmebedarf ist die Energiemenge, die erforderlich ist, um die gewünschten Innenraumtemperaturen während der Heizperiode aufrechtzuerhalten. Er berücksichtigt Transmissions- und Lüftungswärmeverluste sowie Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung und interne Quellen. Ein niedriger Heizwärmebedarf ist ein Zeichen für eine gute thermische Gebäudehülle.
Q_H = (H_T + H_V) x G_t x n x (Q_i + Q_s)

Spezifischer Heizwärmebedarf
Dieser Wert bezieht den Heizwärmebedarf auf die beheizte Nutzfläche eines Gebäudes. Angegeben in kWh pro Quadratmeter und Jahr, erlaubt er den Vergleich unterschiedlicher Gebäudetypen- oder Größen hinsichtlich ihrer Energieeffizienz. Er ist eine wichtige Kenngröße im Energieausweis.
q_H = Q_H / A
Heizlast
Die Heizlast beschreibt die Wärmemenge pro Zeit, die erforderlich ist, um ein Gebäude auch bei tiefster Außentemperatur behaglich warm zu halten. Sie dient zur Dimensionierung von Heizsystemen und berücksichtigt neben den Gebäudeverlusten auch Normtemperaturen, Nutzerverhalten und Luftwechsel.
O_HL = H_T + Q_V + O_RH

Transmissionswärmeverlust
Transmissionswärmeverluste entstehen, wenn Wärme durch die Bauteile eines Gebäudes (Wände, Fenster, Dach, etc.) aufgrund eines Temperaturunterschieds nach außen abfließt. Die Höhe des Verlustes hängt von der Dämmqualität (U-Wert), der Fläche und dem Temperaturunterschied ab.
H_T = (U x A x F_x) + (WB x L)

Lüftungswärmeverlust
Lüftungswärmeverluste entstehen durch den Austausch von warmer Innenluft mit kälterer Außenluft – sei es durch natürliche Lüftung (z. B. Fenster) oder durch Lüftungsanlagen. Auch hier spielt der Temperaturunterschied eine wichtige Rolle.

Q_V = V. x p x c_p x ^V

Wärmedurchlasswiderstand
Der Wärmedurchlasswiderstand ergibt sich aus der Schichtdicke eines Bauteils dividiert durch seine Wärmeleitfähigkeit. Er beschreibt, wie stark ein einzelnes Bauteil der Wärmeleitung entgegenwirkt – ein Baustein des Gesamtwiderstands einer Wand oder Decke.

 R_1 = d / ^

Gesamtwärmedurchgangswiderstand
Der Gesamtwärmedurchgangswiderstand ist die Summe aller einzelnen Wärmewiderstände eines Bauteils inklusive der Innen- und Außenoberflächen. Je größer dieser Wert, desto besser ist die Dämmwirkung des gesamten Bauteils. Formel für eine 5-Schichtige Außenwand.
R_T = Rsi + (R_1) + (R_2) + (R_3) + (R_4) + (R_5) + Rse