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Intelligente Ampelmanagementsysteme
Ein zukunftsfähiger und zentraler Bestandteil der Mobilitätswende ist der Einsatz intelligenter, digital vernetzter Ampelsysteme. Diese Systeme nutzen künstliche Intelligenz, um den Verkehr an Kreuzungen effizient zu regeln und Staus und zähfließenden Verkehr deutlich zu minimieren. Durch Sensoren oberhalb von Ampeln kann in Echtzeit erfasst werden, wie viele Fahrzeuge an einer Kreuzung warten. Vernetzte Ampeln tauschen Daten in Echtzeit untereinander aus und kommunizieren miteinander, was den Straßenverkehr an Ampelkreuzungen deutlich flüssiger gestalten würde. KI gesteuerte Ampelanlagen steuern dann bedarfsgerecht den Straßenverkehr und kann Grünphasen nach Bedarf verlängern, um Kreuzungen zügig zu entlasten. Ein smartes Ampelmanagementsystem könnte die Ampelphasen einer Kreuzung gestaffelt schalten, um Konflikte mehrerer Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.


Entschilderung des Straßenverkehrs
Die gezielte Reduktion von Verkehrsschildern kann zu mehr Sicherheit, Eigenverantwortung und Rücksichtnahme im Straßenverkehr führen. In Zonen mit reduzierter Beschilderung agieren Autofahrer nicht mehr ausschließlich nach Vorschriften, sondern beobachten aktiv ihre Umgebung.  Dadurch entstehen mehr Sicherheit und ein entspannteres Miteinander. Ein positiver Nebeneffekt entsteht, wenn die Autofahrer wieder anfangen selbst zu denken und die Geschwindigkeit dem Straßenverkehr anzupassen, anstatt auf Schildern abzulesen.

Straßenentlastung
Ein zentraler Hebel zur Reduktion verkehrsbedingter Emissionen liegt in der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene – ein ressourcenschonender, effizienter und stressärmerer Verkehrsträger. Voraussetzung dafür ist die intelligente Vernetzung von Güterverkehrszentren mit dem Schienennetz sowie der Ausbau von Umschlags- und Logistikinfrastrukturen. Auch Maßnahmen im Individualverkehr könnten zur Entlastung beitragen: So ließe sich die derzeit unbegrenzt gültige Fahrerlaubnis für PKWs an ein Höchstalter knüpfen, etwa 80 Jahre. Ab dem 70. Lebensjahr könnte außerdem eine alle zwei Jahre verpflichtende Fahrstunde mit einem Fahrlehrer eingeführt werden, um die Fahrtüchtigkeit zu überprüfen. Diese Regelung würde den Straßenverkehr nicht nur sicherer machen, sondern auch die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen verringern.

Tempolimit auf Autobahnen
Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen jährlich etwa 1,9 Millionen Tonnen CO2 einsparen könnte. Ein Tempolimit von 120 km/h könnte sogar 2,6 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Diese Einsparungen sind sofort und ohne größere Kosten möglich, was ein Tempolimit zu einer effizienten Sofort-Maßnahme im Klimaschutz macht. Die Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen könnte die Unfallstatistik positiv beeinflussen. Studien zeigen, dass auf Autobahnabschnitten mit Tempolimit die Zahl der schweren Unfälle und Todesfälle signifikant niedriger ist als auf Strecken ohne Tempolimit. Der Unfallatlas der statistischen Ämter des Bundes und der Länder spricht sogar von einem Rückgang von etwa 43%.