Die Wärmewende
Die Wärmewende im Gebäudesektor zielt darauf ab, den Ausstoß von Treibhausgasen durch Gebäudeheizungen zu reduzieren und somit den Klimawandel zu bekämpfen. Sie umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, Technologien und Strategien, die darauf abzielen, die Energieeffizienz von Häusern zu verbessern und die Nutzung erneuerbarer Energien zu maximieren. Um die Wärmewende im Haussektor zu erreichen, gibt es verschiedene Teilbereiche, die einzeln für sich oder auch zusammen durchgeführt werden können. Eine der effektivsten Maßnahmen zur Energieeinsparung ist eine gute Dämmung von Wänden, Dach und Fenstern. Eine gut isolierte Hülle reduziert den Heizbedarf um bis zu 80 Prozent und ermöglicht höhere Effizienzwerte für Heizsysteme. Eine weitere Möglichkeit für eine energieeffiziente und umweltfreundliche Beheizung von Gebäuden ist die Verwendung von erneuerbaren Energien. Durch die Verwendung des mit der PV-Anlage erzeugten Stroms zur Betreibung der Wärmepumpe kann die Heizung komplett CO2-frei betrieben werden. Eine intelligente Gebäudeautomation kann den Energiebedarf für Heizung und Klimatisierung effektiv reduzieren. Sensoren, die Temperaturunterschiede messen, können zum Beispiel den Heizsystemen mitteilen, wann sie ein- oder ausgeschaltet werden sollen und somit Energie sparen. Die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen wie Solarenergie, die Teilnahme an Energiegemeinschaften oder die Speicherung von überschüssiger Energie tragen zu einer effektiven Nutzung der Energie bei. Die Politik mit ihren Emissionszielen und der Entwicklung erneuerbarer Energien hat einen großen Einfluss auf die Energieversorgung im Gebäudesektor.
Außenwanddämmung
Die Außenwanddämmung im Gebäudebereich ist eine bedeutende Maßnahme der Wärmewende im Gebäudesektor. Durch die Dämmung der Außenwände kann der Wärmeverlust eines Gebäudes reduziert werden, was zu einer Senkung des Energiebedarfs des Gebäudes führt. Dadurch werden die CO2-Emissionen reduziert und der Einsatz fossiler Brennstoffe verringert. Durch die Dämmung wird die Wohnqualität verbessert, da die Temperatur im Gebäude konstanter bleibt und es zu keinen unangenehmen Kältezonen und Zugluft kommt. Außerdem kann durch die Dämmung die Lärmbelästigung von außen reduziert werden. Als ersten Schritt reinigt man vor der Fassadendämmung sämtliche Untergründe sorgfältig. Alle Flächen der Fassade müssen tragfähig, eben, trocken, fett-, staub- und frostfrei sein. Fehlerhafte Stellen im Mauerwerk müssen mit geeignetem Putz- oder Mauermörtel ausgebessert werden. Bei stark saugenden oder sandenden Untergründen empfiehlt es sich, auf die Außenwände Grundierung mit einem Farbroller oder Quast aufzutragen. Dann legt man die waagerechte Höhe des Sockelprofils auf der Außenwand fest und zeichnet das Profil auf der Fassade an. Die Höhe muss mindestens 30 cm über der Geländeoberkante liegen. Zur Befestigung legt man das Profil auf das Mauerwerk auf und bohrt alle 50 cm Dübellöcher und befestigt das Profil für die Wärmedämmung mit Schlagdübeln. Zwischen allen Profilstößen muss ein 2 mm bis 3 mm breiter Spalt liegen. An Gebäudeecken führt Gehrungsschnitte von 45 Grad durch. Dann wird der Klebespachtel nach Herstellerangaben angerührt und die Dämmplatten mit sechs Kellen bestrichen, etwa 60% der Dämmplatte bestrichen. Dann werden die Dämmplatten mit einer Klappbewegung gegen die Fassade gelegt und vorsichtig angedrückt. Die Dämmplatten sollten mit Versatz angeklebt werden, damit sie in sich stabil bleiben, also keine Kreuzfugen. An Hausecken sollten die Dämmplatten miteinander verzahnt werden. Fenster, Fensterrahmen, Fensterbänke und angrenzende Bauteile sollten mit Dichtband versiegelt werden. Zur Sicherung der Dämmplatten werden sie nun überall wo horizontale und vertikale Fugen aufeinander treffen mit Tellerankern und Spreiznägel befestigt. Hausecken, Fenster- und Türöffnungen werden mit Eckwinkel-Schienen aus Edelstahl, Armierungsgewebe und Spachtelmasse gegen Stoß und Abnutzung gesichert. Dann wird der Klebespachtel Bahn für Bahn von unten nach oben aufgetragen und mit einem Zahnspachtel senkrecht gekämmt. Anschließend werden Gewebebahnen mit Überstand zwischen den Bahnen in den Klebespachtel eingearbeitet und glattgezogen. Nach der ausreichenden Trocknung wird anschließend nochmal eine Grundierung flächig aufgetragen, die dann geputzt oder gestrichen werden kann.
Kellerdecke dämmen
Eine Kellerdecken-Dämmung hilft dabei, Energiekosten zu senken, da weniger Wärme vom warmen Erdgeschoss zum kühleren Keller entweicht und somit weniger Heizenergie benötigt wird. Eine Dämmung der Kellerdecke schützt vor Feuchtigkeit und Schimmelbildung im Keller, indem sie Kondenswasserbildung verhindert. Sie trägt zur Verbesserung des Raumklimas bei, indem sie Feuchtigkeit aufnimmt und für eine angenehme Luftfeuchtigkeit sorgt. Zunächst muss die Decke gründlich gereinigt und von eventuellen Unreinheiten und Ablagerungen befreit werden. Es gibt verschiedene Arten von Dämmplatten, die für die Kellerdeckenisolierung verwendet werden können, wie beispielsweise Styropor- oder Mineralwollplatten. Wichtig ist, dass die Dämmplatten einen kleinen Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) haben und somit einen hohen Dämmwert aufweisen. Wenn die Kellerdeckenhöhe eher niedrig ist, kann man dünnere Dämmplatten mit einem kleinen U-Wert wählen, die natürlich teurer in der Anschaffung sind als dickere Dämmplatten mit höheren U-Werten. Die Dämmplatten werden nun passgenau auf die Kellerdecke verlegt und mit dem Untergrund verklebt. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die Platten lückenlos verlegt werden, um Wärmebrücken zu vermeiden. Die Dämmplatten sollten nur verklebt und nicht mit Metallschrauben befestigt werden, da die Schrauben kleine Wärmebrücken zwischen Erdgeschoss und Keller bilden. Abschließend werden die Fugen und Kanten mit Spezialkleber oder Fugenband versiegelt, um eine optimale Dämmwirkung zu erzielen. Durch die Isolierung der Kellerdecke mit Dämmplatten kann ein erheblicher Wärmeverlust vermieden werden, was zu einer Reduzierung der Heizkosten und einer verbesserten Energieeffizienz des Gebäudes führt.
Obersten Geschossdecke dämmen
Wenn der Dachboden in Zukunft ausgebaut und bewohnt werden soll, ist nicht die oberste Geschossdecke, also der Boden des Dachbodens zu dämmen, sondern das Dach selbst, damit am Dach die Gebäudehülle abschließt. Wenn der Dachboden in Zukunft nicht mehr begehbar sein muss, genügt eine offene Dämmung der Geschossdecke. Dazu werden die Dämmmatten oder Platten offen und ohne Abdeckung verlegt. Da die Dämmung keinerlei Druck standhalten muss, können bei der offenen Geschossdeckendämmung auch weiche Materialien wie Polystyrol, Steinwolle, Glaswolle oder Holzfaser zum Einsatz kommen. Soll der Dachboden jedoch als unbeheizter Stauraum genutzt und begehbar sein, müssen Dämmplatten aus druckfestem Material verwendet werden. In diesem Fall eignen sich Dämmelemente aus Polystyrol oder Polyurethan am besten. Aufgrund der hervorragenden Isoliereigenschaften können bei diesen Materialien in der Regel auch dünnere Platten verwendet werden. Auf das Dämmmaterial werden anschließend Spanplatten oder OSB-Platten aufgebracht, die als Gehbelag dienen. Um die Geschossdecke zu dämmen, muss der komplette Boden gründlich gereinigt werden, dann wird eine Dampfbremsfolie in mehreren sich überlappenden Bahnen ausgerollt und an den Rändern und Pfeilern etwa 10cm überstehend verlegt werden. An den Seitenwänden und Pfeilern wird die Folie sorgfältig mit Spezialklebeband verklebt, um eine komplett Dichte Dampfbremse herzustellen. Darauf werden die Dämmplatten auf Stoß verlegt, um sie gegen Verschieben zu sichern. Anschließend werden die Span- oder OSB-Platten als begehbarer Belag schwimmend auf die Dämmplatten gelegt.
Dach dämmen
Eine gut isolierte Dachkonstruktion reduziert den Energieverlust durch das Dach erheblich und spart somit Heizkosten im Winter und Klimatisierungskosten im Sommer. Eine gute Dämmung sorgt für eine angenehme Raumtemperatur im gesamten Haus. Das bedeutet eine höhere Lebensqualität und ein verbessertes Wohlbefinden für die Bewohner. Eine gut isolierte Dachkonstruktion schützt das Gebäude vor Feuchtigkeit, die durch Kondensation entstehen kann. Das vermeidet Schäden an der Bausubstanz und minimiert die Gefahr von Schimmelbildung. Die Dämmung des Daches kann auch einen positiven Einfluss auf die Schallisolierung des Gebäudes haben, da sie den Schall aus der Umgebung reduziert. Eine angemessene Dämmung kann den Wert einer Immobilie steigern und die Lebensdauer von Bauteilen wie Dachziegeln oder Dachabdichtungen verlängern. Durch die Reduzierung des Energiebedarfs verringert eine Dämmung des Daches den CO2-Ausstoß und somit den ökologischen Fußabdruck eines Gebäudes. Sparren in älteren Häusern sind meist 14 cm - 16 cm dick, in Altbauten gelegentlich sogar nur 10 cm - 12 cm. Damit man den optimalen U-Wert erreicht, ist eine Gesamtdämmdicke der Sparren von mindestens 16 cm erforderlich. Um bei der Dachdämmung die erforderliche Gesamtdämmdicke der Sparren zu erzielen, schraubst man auf die vorhandenen Sparren entsprechend dicke Kanthölzer, um auf die erforderliche Dämmstoffdicke zu kommen. Unter die Dachziegel wird eine diffusionsoffene Unterspannfolie angebracht. Moderne Dächer sind in der Regel bereits mit der Folie versehen. Die Unterspannfolie verhindert, dass Feuchtigkeit von außen nach innen gelangt und die Dämmung durchfeuchtet. Zudem transportiert die Folie feuchte Luft aus dem Inneren des Wohnraums und der Dachdämmung nach außen. Die Unterspannfolie sollte nach jeder Bahn etwa 10cm überlappen. Dann wird die Folie sorgfältig mit Spezialklebeband verklebt werden, um eine geschlossene Deckunterlage für die Dämmung zu erhalten. Dann werden die Dämmstoffelemente etwa 2cm in der Breite größer zugeschnitten als die Sparren breit sind und bringt die Dämmstoffelemente unter leichtem Druck zwischen die Dachsparren an, so dass sie fest zwischen den Sparren sind. Danach wird zunächst ein Dichtband auf die Sparren geklebt, damit die Dampfbremsfolie beim Tackern oder dem späteren Innenausbau des Dachgeschosses nicht beschädigt wird. Dann werden die Bahnen der Dampfbremsfolie von oben nach unten 10cm überlappend waagerecht über die Sparren gezogen. Dann wird die Dampfbremsfolie mit einem Tacker an den Sparren befestigt. Anschließend werden die Nahtstellen an den Übergangsbereichen der Bahnen mit speziellem Klebeband. Auch Foliendurchdringungen wie Dunstabzugsrohre oder Halterungen für Satellitenschüsseln verschließt man luftdicht mit dem Spezial-Klebeband dicht miteinander verklebt. An den Wandanschlüssen wird die Folie mit Dichtkleber befestigt. Die Dampfsperrfolie muss möglichst luftdicht angebracht sein. Durch Löcher oder Spalten könnte warme Luft eindringen, kondensieren und dann Dachstuhl oder Dämmstoffe schädigen. Die Übergänge an den Bauteilen, die die Dampfsperre durchdringen oder an sie anschließen, müssen sorgfältig mit Dichtungsmasse verklebt werden. Auf die Dampfbremsfolie wird nun die Quer-Lattung befestigt in deren Zwischenräumen Elektroleitungen verlegt werden können. Abschließend werden nun Gipskartonplatten auf die Quer-Lattung geschraubt, und deren Stoßkanten und versenkten Schrauben gespachtelt und geschliffen. Dann kann tapeziert oder gestrichen werden.
Blower-door Test
Der Blower-door Test ist ein Verfahren zur Bestimmung der Luftdichtheit eines Gebäudes. Dabei wird ein spezielles Gebläse in eine Tür- oder Fensteröffnung des Gebäudes eingesetzt und verwendet, um einen konstanten Luftstrom durch das Gebäude zu erzeugen. Die Differenz zwischen dem Druck innerhalb des Gebäudes und dem Außendruck wird gemessen und aufgezeichnet. Während des Tests werden alle Fenster, Türen, Lüftungsöffnungen und andere potenzielle Leckstellen in der Gebäudehülle verschlossen oder abgedichtet, um sicherzustellen, dass der Luftstrom über das Gebläse durch das Gebäude geleitet wird. Mit einem Nebel-Generator können an allen Bauelementen die Leckagen sichtbar gemacht werden. So können undichte Stellen im Gebäude erkannt werden, die zu Energieverlusten und erhöhten Heiz- und Kühlkosten führen können. Das Ergebnis des Blower-door Tests wird als Luftaustauschrate gemessen und ausgedrückt, die angibt, wie oft das Volumen der Luft im Gebäude pro Stunde ausgetauscht wird, wenn ein bestimmter Druckunterschied im Gebäude erzeugt wird. Je niedriger die Luftaustauschrate, desto besser ist die Luftdichtheit des Gebäudes.
Austausch der Fenster
Der Austausch der Fenster kann auch zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen, da weniger Energie benötigt wird, um das Gebäude zu heizen und zu kühlen. Dies ist wichtig, da Gebäude in vielen Ländern dafür verantwortlich sind, einen erheblichen Anteil an den gesamten CO2-Emissionen auszustoßen. Darüber hinaus kann der Austausch der Fenster auch zu einer Erhöhung des Komforts für die Bewohner führen, da moderne Fenster in der Regel besser Schall- und Wärmeschutz bieten und damit für eine angenehme Wohnatmosphäre sorgen. Der Austausch der Fenster im Zuge einer Gebäudesanierung sollte immer von Fachleuten durchgeführt werden. Zunächst muss festgestellt werden, welche Art von Fenstern am besten für das Gebäude geeignet sind. Hierbei sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, wie beispielsweise die Geschosshöhe, die Ausrichtung des Gebäudes und die klimatischen Bedingungen am Standort, außerdem kann man sich an die Bauart und Größe der alten Fenster orientieren. Sobald die neue Fensterart ausgewählt wurde, müssen die alten Fenster ausgebaut werden. Hierbei ist es wichtig, dass dies sachgemäß geschieht und dass weder die Fenster noch das Mauerwerk beschädigt werden. Im Anschluss müssen die alten Fensterrahmen und die Öffnungen gründlich gereinigt werden. Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, kann das neue Fenster in die Öffnung eingebaut werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Fenster exakt passt und dass es dicht schließt, damit keine Wärme verloren geht. Bei Bedarf müssen neue Anpassungen des Fenster- und Mauerwerkes in Bezug auf Dichtungen und Anschlüsse berücksichtigt werden. Nach dem Einbau der neuen Fenster müssen eventuelle Fugen und Ritzen sorgfältig abgedichtet werden. Abschließend sollten die Beschläge und Griffsysteme eingestellt und kontrolliert werden, bevor die Fenster endgültig verschlossen werden.
Isolierung der Heizungs- und Warmwasseranlage
Die Isolierung der Heizungsanlage, der Warmwasserbereitung und aller wärmeführenden Leitungen im Gebäude, vor allem im Keller ist eine wichtige Maßnahme der Wärmewende im Gebäudesektor. Sie zielt darauf ab, den Wärmeverlust im Gebäude zu reduzieren, was wiederum den Energiebedarf für die Heizung senkt. Durch die Isolierung der Heizungsrohre und -leitungen wird verhindert, dass sich die Wärme auf dem Weg zum Heizkörper oder Warmwasserbereiter verliert. Eine gut gedämmte Heizungs- und Warmwasseranlage hilft nicht nur Energiekosten zu sparen, sondern schützt auch vor Korrosion und verlängert die Lebensdauer der Anlage. Im ersten Schritt wird entschieden, welche Komponenten der Heizungs- und Warmwasseranlage und welche Teile der Rohrleitungen gedämmt werden müssen. Gedämmt werden nur die Wasserführenden Rohrleitungen der Heizungs- und Warmwasseranlage. Im zweiten Schritt muss das Dämmmaterial sorgfältig ausgewählt werden, um eine maximale thermische Effizienz zu gewährleisten. Es gibt verschiedene Arten von Dämmmaterialien, darunter Glasfaser, Mineralwolle, Schaumstoffplatten und Armaflex Isolierschläuche. Es ist auch wichtig, sicherzustellen, dass das gewählte Material für die Betriebstemperatur der Heizungs- und Warmwasseranlage geeignet ist und sich auf von Leihen gut verarbeiten lässt. Armaflex Isolierschläuche sind speziell für die Isolierung von Heizungsanlagen konzipiert. Sie bestehen aus einem geschlossenzelligen Schaumstoff aus synthetischen Kautschuken und sind mit einer glatten Oberfläche versehen. Die Isolierschläuche gibt es in verschiedenen Größen und Wandstärken, um den Anforderungen verschiedener Heizungsanlagen gerecht zu werden. Armaflex Isolierschläuche bieten eine hervorragende Wärmedämmung und sind zudem wasserabweisend und beständig gegenüber vielen Chemikalien. Sie schützen die Rohre vor Korrosion und minimieren somit das Risiko für Undichtigkeiten oder Ausfälle der Heizungsanlage. Sie werden einfach über die Rohre der Heizungsanlage gestülpt und die Stoßflächen mit speziellem Kleber verklebt und die Naht anschließend mit Armaflex Isolierstreifen nachisoliert. Bei Rohrleitungswinkel werden die Armaflex Isolierschläuche auf Gehrung geschnitten und ebenfalls sorgfältig miteinander verklebt und die Naht mit Dämmstreifen nachisoliert. Eine nach der Energieeinsparverordnung vorbildliche Dämmung wird in doppelter Dämmstärke als der Rohrdurchmesser ausgeführt. Manometer, Ventile, Rohrschellen, Mischer und Pumpen sind entweder in Formteile einzufassen oder so weit wie möglich stramm mit Armaflex Isolierschläuchen zu isolieren, um Wärme im Rohleitungssystem zu halten und Wärmebrücken zu vermeiden.
Fachbegriffe der Gebäudeenergie
Die Primärenergie ist die Energie, die in "reiner" Form auf der Erde vorhanden ist und noch nicht in nutzbare Energie umgewandelt wurde. Beispiel: Erdgas und Erdöl, die noch gefördert, aufbereitet und transportiert werden müssen. Primärenergiebedarf ist die gesamte Energiemenge, die ein Gebäude ein Jahr lang mit Wärme und Warmwasser versorgt, angefangen mit der Energiegewinnung, Umwandlung und Transport und aller Verluste durch das Gebäude selbst und dessen Anlagentechnik. Der Primärenergiebedarf bestimmt die CO2-Emission des Gebäudes. Endenergie ist Primärenergie, die mindestens einmal umgewandelt wurde und zur weiteren Verwendung im Gebäude bereitgestellt wird. Beispiel: Aus Erdöl wird Heizöl. Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die benötigt wird, um ein Gebäude ein Jahr lang mit der benötigten Heizwärme und der benötigten Trinkwarmwassermenge zu versorgen. Endenergie liegt am Gebäude an und ist vom Hauseigentümer zu bezahlen. In der Endenergiemenge sind die Verluste durch das Gebäude und der Heizungs- und Warmwasseranlage enthalten. Nutzenergie ist Endenergie, nach Abzug aller Verluste von Gebäude und Anlagentechnik. Beispiel: Kaltes Wasser wird erwärmt. Kalte Raumluft wird erwärmt. Heizwärmebedarf ist die Wärmemenge, die benötigt wird, um alle Wohnräume eines Wohngebäudes ein Jahr lang mit einer Temperatur von 20 Grad Celsius und jedes Badezimmer mit einer Temperatur von 24 Grad Celsius, zu versorgen. Nicht beheizte Nebenräume und Treppenhäuser werden automatisch durch den Transmissions-wärmeverlust der Innenwände beheizt und werden mit einer Temperatur von 15 Grad Celsius bilanziert. Trinkwarmwasserbedarf ist die Energiemenge, die zur Erwärmung dem Trinkwasser zugeführt werden muss. Verluste bei der Energieumwandlung (z. B. Verluste des Heizkessels), der Verteilung und sonstige technische Verluste sind nicht enthalten. Er wird bei einer Berechnung nach der EnEV pauschal mit 12,5 kWh/m²a angesetzt. Dies entspricht einem Bedarf von 23 Liter Trinkwasser pro Person und pro Tag. Primärenergiefaktor bestimmt, wie hoch/aufwendig die sogenannte "vorgelagerte Kette" zwischen Primärenergie und Endenergie ist, durch Förderung, Transport, Aufbereitung etc. Je niedriger der Faktor, desto besser für die Umwelt. Beispiel: Erdgas und Erdöl haben einen Primärenergiefaktor von 1,1. Das bedeutet, dass die vorgelagerte Kette 10 % ausmacht und 90 % als Endenergie am Haus ankommt. Strom hat einen Primärenergiefaktor von 1,8 (je nach Art der Erzeugung). Holzpellets haben einen Primärenergiefaktor von 0,2. Transmissionswärmeverlust entsteht infolge der Wärmeableitung über die Umschließungsflächen beheizter Räume, wie Wände, Fußböden, Decken und Fenster. Der Transmissionswärmeverlust ist der Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz dar. Je kleiner der Transmissionswärmeverlust umso besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Wärmestrom ist die naturgegebene Bewegung unterschiedlicher Temperaturen und dem Bestreben sich auszugleichen. Dies bedeutet, dass warme Luft immer zur kalten Luft strebt. Die Wärmeleitfähigkeit gibt an, welche Wärmemenge in einer Stunde durch eine 1 m dicke Baustoffschicht hindurchgeht, wenn der Temperaturunterschied zwischen den beiden Oberflächen 1 Kelvin beträgt. Sie ist ein Indikator für die Qualität von Dämmstoffen. Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaft des Baustoffes. Die Wärmeleitfähigkeit wird von der Dichte des Baustoffes und der Feuchtigkeit beeinflusst. Je mehr Poren Baustoffe aufweisen, desto geringer ist die Wärmeleitfähigkeit, da Luft gut dämmt. Je mehr Feuchtigkeit ein Baustoff hat, desto höher ist die Wärmeleitfähigkeit und Wärme gelangt schneller durch die Außenhülle nach außen. Teilt man den Durchmesser eines Bauteils durch seinen Wärmeleitwert, erhält man den Wärmedurchlasswiderstand. Dieser gibt an, wie sehr das Bauteil dem Wärmefluss "widersteht". Die Übergangswiderstände geben den Übergangswiderstand der Innenraumluft zur ersten Schicht der Innenwand und den Übergangswiderstand der äußersten Materialschicht an. Der Gesamtwärmedurchgangswiderstand ist die Summe aller Wärmedurchlasswiderstände eines mehrschichtigen Bauteils, z.B. einer Außenwand und den beiden Übergangswiderständen der Innen- und Außenluft. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist der Kehrwert des Gesamtwärmedurchgangswiderstands. Dieser wird als U-Wert bezeichnet und gibt an, wie viel Energie in Watt pro Bauteilfläche bei einem Grad Temperaturdifferenz durch das Bauteil transmittiert. Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Bauteils und umso geringer der Wärmeverlust. Jedes Material hat einen eigenen U-Wert, somit hat auch die gesamte Konstruktion einen gesamten U-Wert, mit dem dann die komplette Gebäudehülle berechnet werden kann.
Energieausweise
Das größte Werkzeug zur Wärmewende im Gebäudesektor ist der Energieausweis. Dieser beurteilt das gesamte Gebäude und die verbaute Technische Gebäudeausrüstung (TGA). Hierbei unterscheidet man Wohngebäude und Nichtwohngebäude. Energieausweise müssen von zugelassenen Energieberatern erstellt werden und enthalten allgemein verständliche Informationen über den Energiebedarf oder den Energieverbrauch des Gebäudes sowie Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Die Berechnung der Energieausweise erfolgt mittels professioneller Software nach der neuesten DIN V18599, haben eine Gültigkeit von 10 Jahren und werden nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ausgestellt und verfügen über eine Registriernummer vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). Der Energiebedarfsausweis zeigt den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes auf. Dabei wird anhand von bestimmten Berechnungsmethoden der energetische Zustand des Gebäudes ermittelt. Hierbei werden Daten wie Größe, Baujahr, Art und Dicke der Wände, Fenster, Heizsystem, und Art der Lüftung berücksichtigt. Der Energiebedarfsausweis dient in erster Linie dazu, den Energiebedarf eines Gebäudes zu vergleichen und Einsparpotenziale zu erkennen. Er ist bei Gebäuden Pflicht, die älter als 30 Jahre sind und verkauft oder neu vermietet werden sollen. Er wird in die Energieeffizienzklassen von A+ (niedrigster Energiebedarf) bis H (höchster Energiebedarf) eingeteilt. Der Energieverbrauchsausweis dagegen zeigt den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes, der von den Bewohnern aufgebracht wird. Dabei werden die Energieabrechnungen der letzten drei Jahre berücksichtigt. Der Energieverbrauchsausweis dient dazu, den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes zu dokumentieren und zu vergleichen. Er wird auch in die Energieeffizienzklassen von A+ (geringster Verbrauch) bis H (höchster Verbrauch) eingeteilt.
Gebäude | Verbrauchsausweis | Bedarfsausweis |
Neubau |
| x |
Bestand (weniger als 5 Wohnungen) Baujahr vor 1977, ohne Sanierung |
| x |
Bestand (weniger als 5 Wohnungen) Baujahr vor 1977, mit Sanierung | x |
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Bestand (weniger als 5 Wohnungen) Baujahr nach 1977 | x |
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Bestand (5 oder mehr Wohnungen) | x |
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Nichtwohngebäude | x | x |
Mischgebäude (Gewerbe, Wohnung) | getrennte Ausweise | getrennte Ausweise |
Neubauten |
| x |
Gebäude unter Denkmalschutz | nicht erforderlich | nicht erforderlich |
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