Dieses Ein-Familien-Fachwerkhaus ist ein herausragendes Beispiel für die gelungene Verbindung von traditioneller Architektur und moderner, nachhaltiger Gebäudetechnik. Die klassische Fachwerkstruktur mit roten Fensterläden verleiht dem Gebäude einen charmanten, mit Handwerkskunst gebauten Charakter, während die umfassende Integration erneuerbarer Energien zeigt, wie zukunftsorientiertes Wohnen heute aussehen kann. Die vollständige Belegung der Dachflächen auf Ost- und Westseite sowie des Carports mit Photovoltaikmodulen maximiert die solare Energieausbeute über den Tagesverlauf hinweg. Ergänzt wird das System durch einen Stromspeicher, der die Eigenversorgung optimiert und die Abhängigkeit vom öffentlichen Netz reduziert. Die Gefache wurden gemäß dem aktuellen Gebäudeenergiegesetz gedämmt und weisen einen äußerst niedrigen U-Wert auf, was die Wärmeverluste minimiert und den Heizbedarf deutlich senkt. Die Wärmeschutzverglasung trägt zusätzlich zur thermischen Optimierung bei. Als primäre Heizquelle dient eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die besonders effizient arbeitet und ideal mit der hochwertigen Gebäudehülle harmoniert. Für Spitzenlasten oder besonders kalte Tage steht eine Pelletheizung als ergänzende Wärmequelle bereit – eine nachhaltige und CO₂-neutrale Lösung, die das Heizsystem absichert.

Auch die Gebäudetechnik ist auf moderne Mobilitätsbedürfnisse abgestimmt. Der Carport beherbergt eine Schnellladesäule für Elektrofahrzeuge, die direkt mit dem PV-System gekoppelt ist. Dies ermöglicht das Laden mit selbst erzeugtem Strom und unterstützt eine emissionsfreie Mobilität. Die intelligente Steuerung der Energieflüsse – von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung – sorgt für eine optimale Ausnutzung der Ressourcen und erhöht den Wohnkomfort. Insgesamt steht dieses Fachwerkhaus für eine neue Generation von Wohngebäuden, die Tradition, Charme und Innovation vereinen. Es zeigt, wie durchdachte Planung und moderne Technik ein energieautarkes, umweltfreundliches und zugleich ästhetisch ansprechendes Zuhause entstehen lassen können. Ein weiteres zentrales Element dieses innovativen Fachwerkhauses ist das integrierte Smart-Home-System in Verbindung mit einer Gebäudeleittechnik (GLT), die sämtliche Energieflüsse transparent und steuerbar macht. Die intelligente Vernetzung aller technischen Komponenten ermöglicht nicht nur eine komfortable Bedienung, sondern auch eine effiziente Nutzung der Ressourcen. Über zentrale Touch-Panels, mobile Apps oder Sprachsteuerung lassen sich Heizung, Warmwasser, Stromerzeugung und Speicherung, Beleuchtung und Sicherheitssysteme  steuern. Die GLT analysiert in Echtzeit die Stromproduktion der Photovoltaikanlagen, den Ladezustand des Stromspeichers sowie den aktuellen Energiebedarf der Wärmepumpe, der Pelletheizung und der Haushaltsgeräte. Auf Basis dieser Daten optimiert das System automatisch die Energieverteilung – etwa indem es überschüssigen Solarstrom bevorzugt für das Laden des Elektroautos oder den Betrieb der Wärmepumpe nutzt. Auch die Umschaltung zwischen Wärmepumpe und Pelletheizung erfolgt bedarfsgerecht und effizient.


Ein besonderes Highlight ist die Visualisierung der Energieflüsse. Bewohner können jederzeit über ein Dashboard einsehen, wie viel Energie gerade erzeugt, gespeichert, verbraucht oder eingespeist wird. Diese Transparenz fördert ein bewusstes Energienutzungsverhalten und ermöglicht eine gezielte Optimierung – etwa durch das Verschieben energieintensiver Prozesse in Zeiten hoher Solarproduktion. Zudem lassen sich individuelle Szenarien programmieren, wie etwa ein „Urlaubsmodus“, der das Haus in einen energiesparenden Zustand versetzt und gleichzeitig von Außen über Smartphone kontrollierbar und steuerbar macht. Durch die Kombination aus Smart-Home-Technologie und GLT wird das Fachwerkhaus zu einem intelligenten Energiemanagementzentrum. Es denkt mit, reagiert flexibel auf äußere Bedingungen und unterstützt die Bewohner dabei, nachhaltig und komfortabel zu leben. 


Ein besonders wichtiger Aspekt der Energieeffizienz dieses Fachwerkhauses ist die durchdachte Dämmung der gesamten Gebäudehülle – inklusive der Dachflächen und der Kellerdecke. Die Dachflächen wurden nicht nur mit Photovoltaikmodulen ausgestattet, sondern auch nach neuesten energetischen Standards gedämmt. Dabei kamen hochleistungsfähige Dämmstoffe zum Einsatz, die eine hervorragende thermische Trennung zwischen Innenraum und Außenklima gewährleisten. Diese Maßnahme reduziert Wärmeverluste im Winter und verhindert eine Überhitzung im Sommer, was die Effizienz der Heiz- und Kühlsysteme deutlich steigert. Auch die Kellerdecke wurde umfassend gedämmt, um den Energieverlust in Richtung des unbeheizten Untergeschosses zu minimieren. Gerade in älteren Gebäuden ist die Kellerdeckendämmung ein oft unterschätzter Faktor, der jedoch erheblich zur Gesamtbilanz beiträgt. Durch die Dämmung wird verhindert, dass wertvolle Heizenergie aus dem Erdgeschoss in den Keller abstrahlt, was den Heizbedarf senkt und den Wohnkomfort erhöht. Die Kombination aus gedämmten Gefachen, hochwertigen Fenstern, Dach- und Kellerdeckendämmung ergibt eine durchgehend optimierte Gebäudehülle mit einem extrem niedrigen U-Wert.

Die eingebaute energieeffiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung stellt einen zentralen Baustein für nachhaltiges und komfortables Wohnen dar. Sie sorgt nicht nur für eine kontinuierliche Versorgung mit Frischluft, sondern reduziert gleichzeitig den Energieverbrauch durch intelligente Steuerung und effektive Rückgewinnung der Wärme aus der Abluft. Herzstück der Anlage ist ein hocheffizienter Kreuzstrom-Wärmetauscher, der bis zu 90 % der Wärme aus der verbrauchten Luft zurückführt und damit die Heizlast erheblich senkt – besonders in der kalten Jahreszeit. Die Luftströme sind dabei strikt voneinander getrennt, um eine hygienische und kontaminationsfreie Luftführung zu gewährleisten. Die Steuerung der Lüftungsanlage erfolgt bedarfsorientiert über integrierte Sensoren, die CO₂-Konzentration und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit erfassen. So wird die Luftmenge automatisch angepasst, um stets ein gesundes Raumklima zu gewährleisten. Ein integriertes Monitoring-System erlaubt die lückenlose Überwachung aller relevanten Betriebsparameter wie Luftvolumenströme, Temperaturverläufe, Energieverbrauch und den Zustand der Filter.

Die Pelletheizung sowie der Stromspeicher befinden sich im Kellergeschoss des Hauses und sind dort strategisch neben einem großzügig dimensionierten Vorratslager für Holzpellets platziert, die durch Ansaugschläuche dem Pelletkessel zugeführt werden. Die Pelletheizung übernimmt die Versorgung mit Heizwärme und Warmwasser, insbesondere in Zeiten, in denen die Wärmepumpe aufgrund niedriger Außentemperaturen oder hoher Lastspitzen nicht ausreicht.  Der Stromspeicher, ebenfalls im Keller untergebracht, spielt eine zentrale Rolle im Energiemanagement des Hauses. Er speichert überschüssigen Solarstrom, der tagsüber produziert wird, und stellt ihn bei Bedarf – etwa in den Abendstunden oder bei geringer Sonneneinstrahlung – zur Verfügung. Die Nähe zum Vorratslager und zur Heiztechnik ermöglicht eine kompakte und gut zugängliche technische Infrastruktur, die sowohl Wartung als auch Erweiterungen erleichtert. Zudem trägt die Kellerlage zur thermischen Stabilität der Geräte bei, da die Temperatur dort über das Jahr hinweg relativ konstant bleibt.

Ein weiteres durchdachtes Detail dieses energieeffizienten Fachwerkhauses ist der große Vorratsraum für Lebensmittel, der sich ebenfalls im kühlen Kellerbereich befindet. Die konstante, niedrige Temperatur im Untergeschoss bietet ideale Bedingungen für die Lagerung von verderblichen und haltbaren Lebensmitteln – ganz ohne zusätzlichen Energieaufwand für Kühlung. Dies ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ein praktischer Beitrag zur Selbstversorgung und Krisenvorsorge. Durch die räumliche Nähe zu den technischen Anlagen wie Pelletheizung und Stromspeicher entsteht ein funktional optimierter Kellerbereich, der sowohl Lagerung als auch Versorgung effizient vereint.